Wichtige Entwicklungen

An der Technischen Universität München (TUM) hat sich ein relevanter IT-Sicherheitsvorfall ereignet. Wie die Hochschule am Freitagmittag bekannt gab, attackierten Unbekannte zunächst das Portal 'myTUM'. Nach Angaben eines TUM-Sprechers geschah der Angriff mit der Absicht, sich Zugang zum Campus-Management-System 'myTUMonline' zu verschaffen, was den Angreifern auch gelang.

Dabei waren unter anderem auch Passwörter von Personen zugänglich, die sich bei 'myTUM' angemeldet hatten, wenngleich diese laut Angaben der Universität nicht das primäre Ziel des Angriffs waren. Die IT-Abteilung reagierte schnell und nahm die beiden betroffenen Systeme offline, um den Vorfall einzudämmen. Nach Einschätzung der Universität sind momentan so gut wie keine Daten abgeflossen, obwohl die technische Möglichkeit dazu bestand. Betroffene Daten umfassen Namen, private Anschriften, Geburtsdaten, Passwörter sowie je nach Status auch dienstliche Kontaktdaten oder Matrikelnummern. Die TUM empfiehlt allen Betroffenen dringend, ihr Passwort zu ändern.

Zentrale Punkte

  • Betroffene Systeme: Angriff auf das Portal 'myTUM' und das Campus-Management-System 'TUMonline'.
  • Datenzugriff: Potenzieller Zugriff auf Passwörter, Namen, Anschriften und studien- beziehungsweise beschäftigungsspezifische Daten.
  • Massnahmen: Sofortige Abschaltung der Systeme durch die IT-Abteilung und Empfehlung zur Passwortänderung für alle Betroffenen.

Warum das wichtig ist

Der Vorfall an der Technischen Universität München ist bereits der zweite große Cyberangriff auf eine Münchner Universität innerhalb weniger Wochen. Erst Ende September hatte ein beispielloser Angriff auf die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) rund 600.000 Datensätze betroffen. Die Häufung solcher Sicherheitsvorfälle an renommierten Hochschulen verdeutlicht die anhaltenden Gefahren und Herausforderungen im Bereich der Cybersicherheit für öffentliche Bildungseinrichtungen und deren sensible Personaldaten.