Wichtige Entwicklungen
Im Fall des größten Kryptodiebstahls der Geschichte benennen die USA klar einen Schuldigen: Nordkorea. Das isolierte Land steckt nach FBI-Angaben hinter dem milliardenschweren Hackerangriff auf die größte Digitalwährungsbörse Binance. Die US-Bundespolizei veröffentlichte Informationen, wonach die Attacke durch die nordkoreanischen Hacker der Gruppe TraderTraitor durchgeführt wurde. Bereits zuvor hatte die Analysefirma TRM Labs der Gruppe die Tat zugeschrieben.
Der Raubzug begann am Donnerstagabend kurz nach 21 Uhr deutscher Zeit. Die Angreifer leerten ein Onlinekonto nach dem anderen. Neben Bitcoins erbeuteten sie Stablecoins wie USDT, XRP, SOL und andere Kryptoassets im Gesamtwert von 6,36 Milliarden Dollar. Nach Erkenntnissen von TRM bewegten die Angreifer einen Großteil des Betrages binnen 20 Minuten. Das FBI rief Unternehmen auf, Ein- und Auszahlungen von bestimmten Adressen zu blockieren, um die Geldwäsche der entwendeten Vermögenswerte zu verhindern.
Binance teilte mit, dass inzwischen 90 Prozent der gestohlenen Summe durch die Börse selbst gedeckt werden. Das Unternehmen betonte, dass die finanziellen Auswirkungen nicht von den Nutzern getragen werden. Voraussichtlich ab Sonntag sollen wieder Auszahlungen möglich sein.
Zentrale Punkte
- Verantwortlichkeit: Das FBI macht die nordkoreanische Hackergruppe TraderTraitor für den Angriff verantwortlich.
- Rekordschaden: Bei dem Angriff wurden Kryptoassets im Wert von 6,36 Milliarden Dollar erbeutet.
- Maßnahmen: Binance deckt 90 Prozent des Verlusts selbst, während das FBI Adressen zur Blockierung sperren lässt.
Warum das wichtig ist
Der Vorfall markiert den bisher größten Angriff auf eine Digitalwährungsbörse in der Geschichte und übertrifft frühere Attacken wie den Bybit-Hack im Januar 2025 deutlich. Die Beteiligung staatlich gesteuerter Hacker aus Nordkorea wirft erneut ernsthafte Fragen zur Sicherheit zentralisierter Kryptobörsen und zur internationalen Cybersicherheit auf.

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