Wichtige Entwicklungen
Die US-Bundespolizei FBI hat nach monatelangen Ermittlungen einen mutmaßlich islamistisch motivierten Anschlag auf das größte Einkaufszentrum der Vereinigten Staaten gestoppt. Ein 18 Jahre alter Mann wurde am Dienstag in einem öffentlichen Park in Richfield festgenommen, wenige Kilometer nordwestlich der Mall of America. Der Zugriff erfolgte unmittelbar, nachdem der Verdächtige einem verdeckten FBI-Agenten 600 US-Dollar für ein AK-47-Sturmgewehr sowie 200 Schuss Munition übergeben hatte. Der Ermittler hatte sich zuvor als Mitglied der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) ausgegeben.
US-Bundesanwalt Daniel Rosen erklärte vor Gericht, die Sicherheitskräfte hätten eine akute Bedrohung abgewendet, bevor der Beschuldigte seinen Plan umsetzen konnte. Den Ermittlungsunterlagen zufolge hatte der Verdächtige in Textnachrichten angekündigt, am 24. Oktober in dem Einkaufszentrum Nichtmuslime ins Visier zu nehmen und zwischen 30 und 60 Menschen zu töten. An diesem Tag war in der Mall of America eine Kulturveranstaltung der Hmong-Gemeinschaft angesetzt.
Der Beschuldigte, ein in den USA geborener Staatsbürger mit somalischer Familiengeschichte, stand bereits seit Dezember 2024 im Fokus der Ermittler. Ein Informant stand über Monate hinweg mit ihm in Kontakt. Ursprünglich hegte der junge Mann den Wunsch, nach Somalia zu reisen, um sich der Terrormiliz IS anzuschließen. Da er sich die Reise finanziell nicht leisten konnte, verlagerte er sein Ziel auf die Mall of America. Bereits im Mai 2025 suchten FBI-Beamte das Wohnhaus des Jugendlichen auf. Am Mittwoch erschien der Angeklagte zu seiner ersten Anhörung vor einem Bundesgericht in St. Paul.
Zentrale Punkte
- Festnahme nach Scheinkauf: Der 18-Jährige erwarb eine AK-47 und Munition von einem verdeckten FBI-Ermittler für 600 Dollar.
- Konkretes Anschlagsziel: Geplant war ein Angriff auf Nichtmuslime in der Mall of America am 24. Oktober mit angekündigten 30 bis 60 Todesopfern.
- Monatelange Überwachung: Die Bundespolizei observierte den Verdächtigen bereits seit Dezember 2024 und vereitelte zuvor dessen Ausreisepläne nach Somalia.
Warum das wichtig ist
Die Mall of America zählt zu den meistbesuchten Konsum- und Freizeitzentren Nordamerikas. Ein erfolgreicher Terroranschlag hätte verheerende Verluste und gravierende Auswirkungen auf das Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum zur Folge gehabt. Der Fall verdeutlicht den hohen Stellenwert verdeckter Ermittlungen und digitaler Überwachung bei der Prävention von Einzeltäteranschlägen, die durch internationale Terrorpropaganda im Inland radikalisiert werden.

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