Wichtige Entwicklungen

Im US-Bundesstaat Nevada hat Richterin Carlin Kierny das Strafmaß gegen Duane Davis verkündet. Rund sechs Wochen zuvor hatte eine Jury den ehemaligen Anführer der Straßengang South Side Compton Crips für schuldig befunden, den Mord an Tupac Shakur im September 1996 federführend geplant zu haben. Davis erschien in Handschellen vor Gericht und kündigte gemeinsam mit seinem Anwalt Michael Sanft an, gegen das Urteil Berufung einzulegen.

Die Staatsanwaltschaft warf Davis nicht vor, selbst geschossen zu haben. Nach den Gesetzen von Nevada macht sich jedoch auch derjenige wegen Mordes strafbar, der die Tat organisiert oder daran mitwirkt. Demnach beschaffte Davis im Zuge einer Vergeltungsaktion die Tatwaffe und koordinierte das Vorgehen im Umfeld rivalisierender Banden. Tupac Shakur war am 7. September 1996 in Las Vegas in einem Fahrzeug attackiert worden und erlag sechs Tage später im Alter von 25 Jahren seinen Verletzungen.

Zentrale Punkte

  • 40 Jahre Haft: Richterin Carlin Kierny verhängte das Strafmaß nach dem Schuldspruch der Geschworenen gegen Duane Davis in Las Vegas.
  • Rolle als Drahtzieher: Davis feuerte die Waffe nicht selbst ab, beschaffte sie jedoch und organisierte die tödliche Vergeltungsaktion der Gang.
  • Eigene Aussagen als Beweis: Davis hatte sich in Interviews und seiner Autobiografie selbst belastet, während seine Verteidigung ihn vergeblich als unglaubwürdigen Aufschneider darzustellen versuchte.

Warum das wichtig ist

Tupac Shakur zählte mit Millionen verkauften Alben und Hymnen wie „California Love“ und „Changes“ zu den prägendsten Figuren des globalen Hip-Hop. Jahrzehntelang galt das Attentat als einer der berüchtigtsten ungelösten Kriminalfälle der Musikgeschichte. Die Ermittlungen kamen maßgeblich voran, weil Davis öffentlich behauptete, als heute einzig noch lebender Insasse in jenem weißen Cadillac gesessen zu haben, aus dem das Feuer eröffnet wurde. Das Urteil schließt ein juristisches Kapitel ab, das die Popkultur über Generationen hinweg beschäftigt hat.