Wichtige Entwicklungen

Bei den sogenannten Midterms in den USA läuft die Stimmabgabe in vielen Bundesstaaten aufgrund unterschiedlicher Zeitzonen noch über Stunden hinweg. Inzwischen sind in elf Bundesstaaten die Wahllokale geschlossen, und erste Ergebnisse liegen vor. Die Demokraten konnten dabei bereits erste wichtige Erfolge verbuchen: Im Bundesstaat North Carolina gelang es ihnen, sowohl im Senat als auch im Repräsentantenhaus jeweils einen bislang republikanischen Sitz zu erobern.

Im Senat kommen die Demokraten nach dem aktuellen Auszählungsstand rechnerisch auf 45 der insgesamt 100 Sitze. Für eine eigene Mehrheit fehlen ihnen im Senat nun noch drei weitere Sitzgewinne, im Repräsentantenhaus noch zwei. Zu den erfolgreichen demokratischen Kandidaten gehören unter anderem die bisherigen Senatoren Mark Warner in Virginia, der sich gegen Bert Mizusawa durchsetzte, sowie Jon Ossoff in Georgia, der den von US-Präsident Donald Trump unterstützten Kandidaten Mike Collins besiegte und damit sein Mandat verteidigte.

Zentrale Punkte

  • Sitzgewinne für Demokraten: In North Carolina eroberten die Demokraten jeweils einen bisher von den Republikanern gehaltenen Sitz im Senat und im Repräsentantenhaus.
  • Knappe Mehrheiten im Kongress: Die Republikaner müssen um ihre knappen Mehrheiten in beiden Kammern bangen; die Auszählung läuft wegen der Zeitzonen noch.
  • Wichtigste Wählerthemen: Laut Befragungen stehen hohe Lebenshaltungskosten, die Wirtschaftslage und Korruption im Fokus der unzufriedenen Wählerschaft.

Warum das wichtig ist

Die Zwischenwahlen (Midterms) gelten als zentraler Stimmungstest für US-Präsident Donald Trump und seine politische Agenda. Da alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und 35 der 100 Senatssitze neu vergeben werden, entscheidet der Ausgang der Wahl über die künftigen Mehrheitsverhältnisse im Kongress. Angesichts einer pessimistischen und mit der Entwicklung des Landes unzufriedenen Wählerschaft könnten die finalen Ergebnisse bei knappen Auswertungen noch mehrere Tage auf sich warten lassen.