Wichtige Entwicklungen
Kurz vor den US-Kongresswahlen am heutigen Dienstag schrumpft der Abstand zwischen den Demokraten und den Republikanern. Einer am Montag abgeschlossenen Umfrage des Instituts Ipsos zufolge wollen rund 46 Prozent der registrierten Wähler für die Demokraten stimmen, während 38 Prozent die Republikaner bevorzugen. Der Vorsprung der Demokraten von acht Prozentpunkten ist damit geringer als noch in der Vorwoche, als sie mit elf Punkten führten. Für die Online-Erhebung befragte das Institut 1765 Erwachsene in den USA, wobei die Fehlermarge bei zwei Prozentpunkten liegt.
Viele Wähler betrachten die Abstimmung über das Repräsentantenhaus und den Senat als klares Votum gegen US-Präsident Donald Trump. Rund 50 Prozent der registrierten unabhängigen Wähler gaben an, ihre Stimme richte sich gegen den Präsidenten. Lediglich 13 Prozent wollten ihn unterstützen, während Trump für 33 Prozent keine Rolle bei der Wahlentscheidung spielte. Die Zustimmungswerte für den US-Präsidenten verharren nahe einem Rekordtief: Lediglich 32 Prozent der Befragten äußerten sich zufrieden mit seiner Arbeit im Weißen Haus, was nahezu dem Wert der Vorwoche entspricht.
Zentrale Punkte
- Vorsprung schrumpft: Der Abstand der Demokraten zu den Republikanern verringert sich kurz vor der Wahl auf acht Prozent.
- Kritik an Trump: Rund die Hälfte der unabhängigen Wähler sieht die Stimmabgabe als Votum gegen den US-Präsidenten.
- Strukturelle Faktoren: Landesweite Umfragen spiegeln zwar die Stimmung wider, erfassen jedoch nicht die Besonderheiten der einzelnen Bundesstaaten und Wahlbezirke, in denen die Republikaner strukturelle Vorteile haben.
Warum das wichtig ist
Die landesweite Erhebung gibt einen Einblick in die allgemeine politische Stimmung vor den Wahlen, bei denen über die künftigen Mehrheitsverhältnisse im US-Kongress entschieden wird. Obwohl die Demokraten in der landesweiten Umfrage vorne liegen, verfügen die Republikaner in den einzelnen Bundesstaaten und Wahlbezirken über strukturelle Vorteile. Zudem zeigen die anhaltend niedrigen Zustimmungswerte für Donald Trump und die Haltung der unabhängigen Wähler, dass die Person des Präsidenten eine zentrale Rolle für die Motivation der Wählerschaft an den Urnen spielt.

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