Wichtige Entwicklungen
Die Vorwürfe gegen Kimberly Guilfoyle wiegen schwer: Einem Bericht des »Wall Street Journal« zufolge soll die heutige US-Botschafterin in Griechenland den Trump-Spender Eric Deters um eine Überweisung von 100.000 US-Dollar gebeten haben. Die Kontaktaufnahme soll sich wenige Tage vor ihrer offiziellen Bestätigungsanhörung im US-Senat ereignet haben. Demnach habe Guilfoyle die Summe benötigt, um private Schulden bei dem Kreditkartenunternehmen American Express zu begleichen.
In den vom Blatt zitierten Textnachrichten forderte Guilfoyle Deters auf: »Schatz, bitte, du musst das heute noch für mich erledigen«. Der Nachricht waren ein Emoji mit gefalteten Händen sowie konkrete Zahlungsanweisungen beigefügt. Laut den Berichten sollte die Transaktion so abgewickelt werden, dass sie im Nachhinein nicht nachvollziehbar gewesen wäre.
Deters erklärte gegenüber CBS News, es habe sich »eindeutig um einen Fall von Geld gegen Gefälligkeiten« gehandelt. Er hatte sich zuvor an Guilfoyle gewandt, um Unterstützung für persönliche steuerliche und juristische Anliegen bei der Trump-Regierung zu erhalten, und dafür im Erfolgsfall bis zu eine Million Dollar in Aussicht gestellt. Zu einer Zahlung sei es laut Deters jedoch nie gekommen, da er zu keinem Zeitpunkt vorgehabt habe, Geld zu überweisen.
Guilfoyles Anwalt wies die Darstellungen zurück und bestritt die Echtheit der veröffentlichten Nachrichten. Ihr sei vor der Senatsanhörung noch Geld für öffentliche Auftritte geschuldet worden. Deters widersprach dieser Behauptung und stellte klar, er habe keine Schulden bei ihr gehabt.
Zentrale Punkte
- Geldforderung vor Senatsanhörung: Guilfoyle soll kurz vor ihrer Bestätigung 100.000 Dollar von einem Trump-Unterstützer zur Begleichung von Kreditkartenschulden erbeten haben.
- Widerstand aus den eigenen Reihen: Der republikanische Senator John Barrasso bezeichnete die Berichte als besorgniserregend und stellte Ermittlungen des US-Außenministeriums und des Senats in Aussicht.
- Dementi der Botschafterin: Guilfoyles Rechtsbeistand bestreitet die Authentizität der Nachrichten und verweist auf angebliche Honorarforderungen.
Warum das wichtig ist
Die Enthüllungen belasten nicht nur die amtierende US-Botschafterin, sondern rufen auch parteiübergreifende Konsequenzen hervor. Der republikanische Senator John Barrasso erklärte, das Außenministerium werde voraussichtlich Ermittlungen einleiten, zudem werde sich der zuständige Ausschuss im US-Senat mit dem Vorgang befassen. Guilfoyle war in der Vergangenheit mit Donald Trump Jr. verlobt und von 2001 bis 2006 mit dem demokratischen Politiker Gavin Newsom verheiratet. Die neuen Vorwürfe bringen eine prominente politische Personalie in ernsthafte Erklärungsnot.

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