Wichtige Entwicklungen
Im August hatte Deutschland Israel moderne Lkw-Scanner zur Verfügung gestellt, um die Lieferung humanitärer Hilfsgüter in den Gazastreifen zu erleichtern. Der deutsche Botschafter in Israel, Alexander Graf Lambsdorff, zeigte sich damals zufrieden und die Bundeswehr kündigte an, dass die Scanner voraussichtlich im September in Betrieb genommen würden. Die Hoffnung war, dass diese Technologie die Abfertigung sogenannter Dual-Use-Güter – Materialien wie Zeltstangen, Planen, Motoröl und Treibstoff, die sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden könnten – beschleunigen würde. Durch die präzise Durchleuchtung der Lastwagen sollten Sicherheitsbedenken Israels ausgeräumt und gleichzeitig mehr Hilfsgüter nach Gaza gelangen.Recherchen des ARD-Studios Tel Aviv ergaben jedoch, dass die Scanner Mitte September am Übergang Erez noch immer nicht in Betrieb waren. Ein verlassener Büro-Container und eine rote Ampel zur Einfahrt zeugten von der Untätigkeit. Josef Hinterseher vom Auswärtigen Amt in Berlin äußerte sich frustriert über die Situation. Er betonte, dass die Bereitstellung der Scanner ein wesentliches Hindernis für Hilfslieferungen beseitigen sollte. Die israelische Armee und die zuständige Behörde Cogat verwiesen auf Nachfrage an das Verteidigungsministerium, welches sich mit einem knappen "kein Kommentar" äußerte. Hilfsorganisationen wie Cadus, deren Gaza-Einsatz von Thorsten Schroer koordiniert wird, berichten weiterhin von langwierigen und bürokratischen Verfahren bei der Einfuhr von Gütern nach Gaza.
Zentrale Punkte
- Deutschland lieferte im August Lkw-Scanner an Israel, um die humanitäre Hilfe für Gaza zu beschleunigen.
- Die Scanner, die im September in Betrieb gehen sollten, sind laut Recherchen weiterhin ungenutzt.
- Das Auswärtige Amt äußert Frustration über die Nichtnutzung, während Israel keine Stellungnahme abgibt.

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