Wichtige Entwicklungen

Nach einem Brandanschlag auf Starlink-Antennen in Bulgarien ist ein europäischer Haftbefehl gegen zwei deutsche Staatsbürger erlassen worden. Ein Gericht in Sofia gab einem entsprechenden Antrag der Staatsanwaltschaft statt. Die Tatverdächtigen im Alter von 19 Jahren sollen laut Anklage am 9. Oktober mehrere Antennen südlich von Sofia in Brand gesetzt haben. Berichten zufolge handelt es sich um 18 Anlagen, von denen drei komplett zerstört wurden. Den Männern drohen Haftstrafen von drei bis zwölf Jahren.

Zentrale Punkte

  • Europäischer Haftbefehl gegen zwei 19-jährige Deutsche nach Brandanschlag auf Starlink-Antennen in Bulgarien.
  • Insgesamt 18 Antennen betroffen, drei davon zerstört; Haftstrafen von drei bis zwölf Jahren drohen.
  • Die Verdächtigen reisten als Touristen aus Serbien ein und kehrten mit einem deutschen Kennzeichen zurück.

Warum das wichtig ist

Der Vorfall in Bulgarien reiht sich ein in eine Serie von Angriffen auf die Starlink-Infrastruktur. Ende September brannte eine Bodenstation südlich von Warschau, wobei die polnische Regierung russische Geheimdienste verdächtigt. Auch in Litauen gab es einen versuchten Brandanschlag auf eine Starlink-Basisstation. Das Satellitennetzwerk Starlink spielt eine strategisch wichtige Rolle für die ukrainische Verteidigung im Krieg gegen Russland. Der bulgarische Inlandsgeheimdienst geht von Sabotage aus und schließt weitere derartige Akte nicht aus.