Wichtige Entwicklungen

Ein Airbus A320 der Fluggesellschaft Austrian Airlines befand sich am Sonntagnachmittag auf dem regulären Linienflug von Tel Aviv nach Wien, als die Besatzung über eine mögliche Bombe an Bord informiert wurde. Nach Angaben des österreichischen Luftfahrtmagazins Austrian Wings erreichte die Warnung die Piloten, als sich die Maschine bereits im südosteuropäischen Luftraum befand.

Daten der Plattform Flightradar24 belegen, dass das gegen 16:00 Uhr in Israel gestartete Flugzeug gegen 21:10 Uhr zunächst in den rumänischen Luftraum einflog, kurz darauf jedoch abdrehte und Kurs nach Süden in Richtung Bulgarien nahm. Zeitgleich sendete die Maschine laut dem Flugdatendienst ADS-B Exchange ein Notsignal aus. Das bulgarische Verkehrsministerium bestätigte, dass die bulgarische Luftwaffe umgehend reagierte und einen Kampfjet vom Typ MiG-29 entsandte, um den Linienflug bis zur Landung auf dem Flughafen Sofia zu begleiten.

An Bord der Maschine befanden sich 51 Passagiere sowie sechs Besatzungsmitglieder. Unmittelbar nach dem Aufsetzen in Sofia wurden alle Personen evakuiert und in Sicherheit gebracht. Rund eine halbe Stunde nach dem Vorfall leiteten die Einsatzkräfte eine Durchsuchung des Flugzeugs ein. Die Fluggesellschaft kündigte an, die Fluggäste nach Abschluss der behördlichen Maßnahmen schnellstmöglich auf alternative Verbindungen umzubuchen.

Zentrale Punkte

  • Eskorte durch Kampfflugzeug: Nach der Bombendrohung schickte Bulgarien einen Kampfjet des Typs MiG-29 zur Sicherung und Begleitung der Linienmaschine los.
  • Sichere Evakuierung: Alle 51 Fluggäste und sechs Besatzungsmitglieder konnten das Flugzeug in Sofia unverletzt verlassen.
  • Behördliche Ermittlungen: Das bulgarische Verkehrsministerium richtete einen Krisenstab ein und leitete eine offizielle Untersuchung ein.

Warum das wichtig ist

Der Vorfall reiht sich in eine Serie jüngster Sicherheitsalarme im internationalen Luftverkehr ein. Nach Berichten von Austrian Wings hatte es bereits in der vergangenen Woche zwei anonyme Bombendrohungen gegen Israel-Flüge der US-Fluggesellschaft Delta Air Lines gegeben, die sich bei anschließenden Kontrollen als Falschmeldungen herausstellten. Die Begleitung durch Abfangjäger und die koordinierte Notlandung zeigen die strengen Sicherheitsprotokolle der Luftfahrtbehörden bei Hinweisen auf potenzielle Sprengsätze an Bord.