Wichtige Entwicklungen
Das Gelände des King-Khalid-Airports in Riad ist erneut zum Ziel eines Angriffs geworden. Nach Angaben der Luftfahrtbehörde kamen bei dem Beschuss mindestens zwölf Menschen ums Leben. Unter den Todesopfern befinden sich vier Staatsbürger Saudi-Arabiens, zwei Menschen aus Bangladesch sowie jeweils eine Person aus den USA, Ägypten, Jordanien, Syrien, dem Sudan und den palästinensischen Gebieten. Mindestens 309 weitere Personen wurden verletzt, wobei einige von ihnen in Lebensgefahr schweben.
Ein Augenzeuge berichtete gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, dass eine Rakete im Bereich des Inlandsflugterminals nahe Flugsteig 401 einschlug. Sowohl Reisende als auch Flughafenmitarbeiter gerieten in Panik, als die Explosion das Gebäude erschütterte. Der Flughafen, den jährlich rund 40 Millionen Passagiere nutzen, stellte seinen Betrieb infolge der Attacke vorübergehend ein.
Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition stufte den Vorfall als Kriegsverbrechen ein und machte die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz aus dem Jemen dafür verantwortlich. Die Koalition kündigte an, entschlossen auf diesen Terrorangriff zu reagieren. Ein offizielles Bekennerschreiben der Huthi-Miliz liegt bislang nicht vor.
Zentrale Punkte
- Mindestens zwölf Tote und 309 Verletzte nach einem Raketeneinschlag am Inlandsflugterminal in Riad.
- Die saudische Koalition macht die jemenitische Huthi-Miliz verantwortlich; eine Bekenntnis steht noch aus.
- Der Flugbetrieb am King-Khalid-Airport wurde vorübergehend ausgesetzt, internationale Reisewarnungen wurden ausgesprochen.
Warum das wichtig ist
Die Sicherheitslage auf der Arabischen Halbinsel verschärft sich durch den gezielten Beschuss ziviler Infrastruktur spürbar. Mehrere Staaten reagierten umgehend auf die Bedrohung: Das Auswärtige Amt in Berlin riet dringend von der Nutzung des Flughafens in Riad ab und warnte vor weiteren Luftangriffen sowie Störungen des Flugverkehrs. Auch Spanien und Kanada sprachen entsprechende Warnungen für ihre Staatsangehörigen aus. Fluggesellschaften wie Kuwait Airways strichen bereits Flüge. Zudem erwägt US-Präsident Donald Trump offenbar ein Eingreifen zur Unterstützung Saudi-Arabiens.

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