Nahost-Konflikt: Eskalation zwischen Iran und Israel
Nach einer zweimonatigen Waffenruhe ist der Konflikt zwischen dem Iran und Israel erneut eskaliert. Teheran feuerte mindestens 20 ballistische Raketen auf Israel ab, nachdem Israel zuvor Ziele im Libanon und militärische Anlagen im Iran bombardiert hatte. US-Präsident Donald Trump drängt angesichts der beginnenden Fußball-Weltmeisterschaft in den USA auf eine sofortige Waffenruhe.

Erneute militärische Konfrontation in Nahost
Der seit zwei Monaten ruhende Konflikt in Nahost ist wieder aufgeflammt. Seit Sonntagabend hat der Iran nach Angaben des SPIEGEL mindestens 20 ballistische Raketen auf israelisches Staatsgebiet abgefeuert. Vorausgegangen waren israelische Luftangriffe auf Ziele im Süden Beiruts, die von der Hisbollah dominiert werden. Zudem griff Israel im Iran gezielt Raketenabschussstellungen, Radaranlagen sowie militärisch genutzte Fabriken und eine petrochemische Anlage an.
Die iranischen Streitkräfte erklärten daraufhin das Ende ihrer Militäroperationen, warnten jedoch vor härteren Angriffen, sollte Israel seine Militäraktionen im Libanon fortsetzen. Ein israelischer Regierungsvertreter kündigte laut Medienberichten an, die Angriffe auf den Iran einzustellen, den Einsatz im Libanon jedoch mit voller Intensität fortzuführen. Diese gegensätzlichen Positionen lassen eine weitere Eskalation befürchten.
US-Präsident Trump unter Druck
Die Bemühungen von US-Präsident Donald Trump, den Konflikt zu deeskalieren, zeigen bislang kaum Wirkung. Trump, der den israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu in einem Telefonat als „total verrückt“ bezeichnet haben soll, befindet sich in einem strategischen Dilemma: Ein freier Lauf für Israel droht den Konflikt auszuweiten, während ein Bremsen Israels den Iran stärken könnte.
Das Kalkül in Teheran basiert laut SPIEGEL-Berichten auf der Annahme, dass Trump aufgrund steigender Ölpreise und der in dieser Woche beginnenden Fußball-Weltmeisterschaft in den USA verzweifelt an einer schnellen Lösung interessiert ist. Über sein Netzwerk Truth Social forderte Trump am Montagmorgen eine sofortige Waffenruhe. Er behauptete, beide Seiten würden eine solche anstreben und die Verhandlungen befänden sich in der Endphase. Ein Scheitern der Gespräche, so Trump, wäre lediglich auf „Dummheit“ zurückzuführen.
Quelle: spiegel.de
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