Wichtige Entwicklungen

Nach einem vorangegangenen Angriff auf den Flughafen King Khalid in Riad mit zwölf Toten haben die jemenitischen Rebellen den Hauptstadtflughafen erneut attackiert. Wie die saudische Luftfahrtbehörde in der Nacht mitteilte, kam bei dem neuerlichen Beschuss am Sonntag ein pakistanischer Staatsbürger ums Leben. Elf weitere Personen erlitten Verletzungen, während das Ausmaß der entstandenen Sachschäden noch ermittelt wird. Bereits zuvor hatte die Behörde zudem einen Angriff auf den King-Fahd-Airport in Dammam gemeldet, der ebenfalls Schäden verursachte.

Die Huthi-Miliz gab bekannt, innerhalb von 24 Stunden insgesamt vier koordinierte Angriffe auf saudischem Staatsgebiet ausgeführt zu haben. Dabei seien ballistische Raketen, Marschflugkörper sowie Drohnen eingesetzt worden. Neben den beiden Verkehrsflughäfen zählten nach Angaben der Rebellen auch eine Gasanlage sowie eine Raffinerie des staatlichen Ölkonzerns Aramco zu den Zielen. Gleichzeitig erklärte die Miliz, die von Saudi-Arabien angeführte Koalition habe ihrerseits mehr als 120 Luftschläge gegen die jemenitische Hauptstadt Sanaa und umliegende Provinzen geführt. Diese Angaben konnten bislang nicht unabhängig überprüft werden. Die Miliz drohte bereits mit weiteren Schlägen und erklärte saudische Flughäfen sowie den gesamten Luftraum mit Ausnahme der heiligen Stätten Mekka und Medina zu legitimen Zielen.

Zentrale Punkte

  • Opfer am Hauptstadtflughafen: Bei einem erneuten Treffer auf den Flughafen King Khalid in Riad starb ein pakistanischer Staatsbürger; elf weitere Menschen wurden verletzt.
  • Ziele im Visier: Neben den Flughäfen in Riad und Dammam attackierten die Huthis nach eigenen Angaben eine Raffinerie von Aramco sowie eine Gasanlage mit Raketen und Drohnen.
  • Internationale Verurteilung: Das Staatenbündnis der R4-Gruppe bezeichnete die Angriffe als eklatanten Bruch des Völkerrechts und warnte vor einer gefährlichen Eskalation.

Warum das wichtig ist

Die erneuten Angriffe markieren eine erhebliche Verschärfung der militärischen Lage auf der Arabischen Halbinsel. Die verbündeten Staaten der sogenannten R4-Gruppe – bestehend aus Saudi-Arabien, der Türkei, Ägypten und Pakistan – verurteilten das Vorgehen der Miliz scharf als eklatanten Verstoß gegen das Völkerrecht. Die Allianz betonte, dass es sich um eine gefährliche Eskalation handele, die unter keinem Vorwand hingenommen werden könne.

Saudi-Arabien kämpft gemeinsam mit Verbündeten seit mehr als zehn Jahren im Jemen gegen die schiitischen Rebellen, die vom Iran unterstützt werden. Der seit Jahren andauernde Bürgerkrieg im Jemen ist im Kontext des regionalen Iran-Kriegs wieder mit großer Wucht neu entflammt, wodurch zivile Verkehrsknotenpunkte und kritische Energieinfrastrukturen zunehmend zur Zielscheibe werden.