Wichtige Entwicklungen

In der Nacht auf Freitag wurde das NS-Dokumentationszentrum in Köln Ziel eines Angriffs. Mitarbeiter der Einrichtung am Appellhofplatz informierten am Freitagmorgen die Polizei über eine extreme Geruchsbelästigung. Bei der Untersuchung stellten die Beamten fest, dass die Eingangsbereiche an allen drei Zugängen des Gebäudes mit einer übelriechenden Flüssigkeit verunreinigt worden waren. Die Polizei geht davon aus, dass es sich um Buttersäure handelt.

Da die Tat einen politischen Hintergrund haben könnte, ermittelt der Staatsschutz in diesem Fall.

Zentrale Punkte

  • Tatort: NS-Dokumentationszentrum Köln (EL-DE-Haus) am Appellhofplatz.
  • Art des Angriffs: Verunreinigung der Eingangsbereiche mit einer übelriechenden Flüssigkeit, mutmaßlich Buttersäure.
  • Ermittlungen: Der Staatsschutz ermittelt wegen des Verdachts eines politischen Motivs.

Warum das wichtig ist

Der Angriff auf das NS-Dokumentationszentrum wird als Angriff auf die Erinnerungskultur und das demokratische Selbstverständnis der Stadt Köln gewertet. Claudia Wörmann, Co-Vorsitzende des Fördervereins des NS-Dokumentationszentrums, äußerte gegenüber dem WDR ihre Betroffenheit und Wut und betonte, dass der Angriff auch die heutige Aufklärungsarbeit des Zentrums gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus treffe.

Als Zeichen der Solidarität versammelten sich rund 50 Menschen zu einer spontanen Kundgebung und Mahnwache vor dem Gebäude. Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester verurteilte die Tat aufs Schärfste und bezeichnete sie als Angriff auf die Erinnerungskultur und das demokratische Selbstverständnis der Stadt. Henning Borggräfe, Leiter des Zentrums, erklärte, man werde sich von solchen Angriffen nicht verunsichern lassen.

Auch die Kölner Landtagsabgeordnete der Grünen, Berîvan Aymaz, verurteilte den „feigen Angriff“ als abscheulich, insbesondere in Zeiten erstarkenden Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus.