Wichtige Entwicklungen
In New York City hat das offizielle Gedenken zum 25. Jahrestag der Anschläge vom 11. September begonnen. Mit dem Läuten einer Glocke und einer anschließenden Schweigeminute erinnerten die Menschen an die Opfer der Tragödie im World Trade Center. Am Times Square wurde die digitale Werbung vorübergehend abgeschaltet, um um 9:11 Uhr Ortszeit (15:11 Uhr MESZ) stattdessen nur die Uhrzeit anzuzeigen. Erstmals gab es zudem eine eigene Schweigeminute für jene Menschen, die an den gesundheitlichen Spätfolgen der Anschläge starben. An dieser Zeremonie wurde auch US-Vizepräsident JD Vance erwartet.
Neben Vance waren zahlreiche ehemalige US-Präsidenten in New York anwesend, darunter George W. Bush, der zur Zeit der Anschläge im Amt war und danach den sogenannten Krieg gegen den Terror ausrief, sowie Bill Clinton, Barack Obama und Joe Biden. Präsident Donald Trump reiste derweil gemeinsam mit Verteidigungsminister Pete Hegseth zum Pentagon, um dort an einer Gedenkfeier teilzunehmen. Da die Regeln in New York vorschreiben, dass die dortige Zeremonie unpolitisch bleiben und sich ganz auf das Gedenken konzentrieren muss, hätte Trump dort keine Rede halten dürfen. Seine Ansprache im Pentagon nutzte er für politische Botschaften und verwies auf den Kampf der USA gegen den Iran.
Überschattet wurde der Gedenktag von politischen Spannungen in New York. Der prominente Trump-Unterstützer Rudy Giuliani, der während der Anschläge im Jahr 2001 Bürgermeister der Stadt war, hatte sich im Vorfeld vehement gegen die Teilnahme des aktuellen muslimischen Bürgermeisters Zohran Mamdani ausgesprochen. Trotz einer Petition mit über 110.000 Unterschriften, die seine Ausladung forderte, nahm der linke Demokrat Mamdani an der Gedenkfeier teil und reichte Giuliani vor Ort die Hand.
Zentrale Punkte
- 25. Jahrestag: Die USA gedenken mit Schweigeminuten und Kranzniederlegungen der fast 3.000 Opfer der Terroranschläge von 2001 im World Trade Center und im Pentagon.
- Erstmals Gedenken an Spätfolgen: Eine neue Schweigeminute wurde für die Opfer eingeführt, die an den langfristigen gesundheitlichen Folgen der Katastrophe verstarben.
- Politische Kontroversen: Während Trump im Pentagon eine politische Rede hielt, sorgte in New York die Teilnahme des muslimischen Bürgermeisters Zohran Mamdani trotz heftiger Kritik aus dem republikanischen Lager für Aufsehen.
Warum das wichtig ist
Der 25. Jahrestag von 9/11 verdeutlicht, dass die Ereignisse von 2001 die US-Politik und Gesellschaft bis heute tief prägen. Während das Gedenken in New York traditionell unpolitisch gehalten wird, zeigen die Debatten um Bürgermeister Mamdani und die politische Rede von Donald Trump im Pentagon, wie stark die Polarisierung im Land auch an historischen Gedenktagen spürbar bleibt. Das neue Gedenken an die Opfer von Spätfolgen rückt zudem die langanhaltenden gesundheitlichen Auswirkungen der Tragödie in den Fokus.

Kommentare