Wichtige Entwicklungen
Die jemenitische Huthi-Miliz hat ihre Angriffe auf Ziele in Saudi-Arabien massiv fortgesetzt. Nach einer Attacke auf das Ölfeld Schaiba des staatlichen Konzerns Aramco, bei der am Mittwoch bereits zwei Menschen durch Trümmerteile einer abgeschossenen Drohne getötet wurden, nahmen die Rebellen den Flughafen der Stadt Dammam am Persischen Golf ins Visier. Nach Angaben der saudi-arabischen Luftfahrtbehörde kamen bei diesem Angriff zwei weitere Menschen ums Leben, acht Personen wurden verletzt und es entstand Sachschaden. Der Airport der Hafenstadt war in diesem Monat bereits einmal Ziel der Huthi-Miliz gewesen, damals war es glücklicherweise nur zu Sachschäden gekommen.
Die schiitische Huthi-Miliz attackiert regelmäßig mit Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern Ziele im benachbarten Königreich. Saudi-Arabien ist mit der international anerkannten jemenitischen Regierung verbündet und bekämpft die Rebellen im Rahmen einer Allianz seit mehr als zehn Jahren. Offiziellen Zahlen der Nachrichtenagentur AFP zufolge wurden bei Angriffen auf saudische Flughäfen in diesem Monat bereits mehr als 20 Menschen getötet. Allein bei einer Attacke auf den Hauptstadtflughafen in Riad am 10. Oktober starben 13 Menschen, und über 300 wurden verletzt; damals saß unter anderem die deutsche Wirtschaftsministerin Katherina Reiche rund zwei Tage fest.
Zentrale Punkte
- Opferzahlen: Zwei Tote und acht Verletzte beim Angriff auf den Flughafen in Dammam.
- Hintergrund: Die vom Iran unterstützten Huthi-Milizen verstärken ihre Angriffe mittels Drohnen und Raketen auf saudische Infrastruktur.
- Kontext: Der langjährige Bürgerkrieg im Jemen ist im Zuge des Iran-Kriegs erneut stark entflammt.
Warum das wichtig ist
Die erneuten Angriffe auf zivile Infrastruktur und bedeutende Industrieanlagen wie den Flughafen Dammam und das Ölfeld Schaiba zeigen eine drastische Eskalation des Konflikts auf der Arabischen Halbinsel. Der jemenitische Bürgerkrieg, der durch den regionalen Konflikt mit dem Iran zusätzlich angeheizt wird, gefährdet zunehmend die Sicherheit in der gesamten Golfregion und hat bereits zu Hunderttausenden Opfern durch direkte und indirekte Folgen geführt.

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