Wichtige Entwicklungen

Die US-amerikanische Sängerin Mariah Carey hat einen bedeutenden juristischen Erfolg gegen ihren Bruder Morgan Carey errungen. Ein Gericht wies eine von ihm eingereichte Schadensersatzklage in Höhe von 20 Millionen US-Dollar vollumfänglich ab. Der Rechtsstreit hatte seinen Ursprung im Jahr 2021, nachdem die 57-jährige Künstlerin im Herbst 2020 ihre Memoiren unter dem Titel „The Meaning of Mariah Carey“ veröffentlicht hatte.

Morgan Carey warf seiner Schwester vor, in dem autobiografischen Buch falsche und rufschädigende Behauptungen über ihn verbreitet zu haben. Seiner Darstellung nach habe Mariah Carey seinen bis dahin als exzellent und einwandfrei bezeichneten Ruf beschädigt, indem sie ihn als gewalttätig darstellte und ihm zudem den Verkauf von Kokain unterstellte. Die zuständige Richterin entschied nun jedoch zugunsten der Sängerin. Der Klagepartei sei es nicht gelungen, eine tatsächliche Böswilligkeit („actual malice“) nachzuweisen – eine juristische Grundvoraussetzung für eine Verurteilung wegen Verleumdung in diesem Verfahren. Morgan Carey kündigte bereits an, gegen das Urteil Berufung einlegen zu wollen.

Zentrale Punkte

  • Klageabweisung: Das Gericht wies die 20-Millionen-Dollar-Klage von Morgan Carey gegen seine Schwester Mariah Carey vollständig ab.
  • Streitpunkt Memoiren: Der Bruder sah sich durch Darstellungen in Careys 2020 erschienener Autobiografie „The Meaning of Mariah Carey“ bezüglich Gewalt- und Drogenvorwürfen verleumdet.
  • Fehlender Nachweis: Das Gericht stellte fest, dass dem Kläger der notwendige Nachweis einer tatsächlichen böswilligen Absicht der Sängerin nicht gelungen ist.

Warum das wichtig ist

Das Urteil setzt hohe Hürden für zivilrechtliche Verleumdungsklagen gegen autobiografische Veröffentlichungen von prominenten Persönlichkeiten. Die Entscheidung verdeutlicht, dass Kläger im US-Recht eine vorsätzliche und nachweisbare Böswilligkeit darlegen müssen, um rechtliche Schritte gegen Schilderungen persönlicher Familiengeschichten erfolgreich durchzusetzen. Obwohl Morgan Carey Rechtsmittel gegen die Entscheidung angekündigt hat, markiert das Urteil nach über fünf Jahren gerichtlicher Auseinandersetzung einen klaren Punktsieg für die Musikerin.