Wichtige Entwicklungen

Der Altbundeskanzler Gerhard Schröder war laut Angaben des russischen Präsidialamtes (Kreml) Gast bei der Geburtstagsfeier von Wladimir Putin in Moskau. Putin feierte am Mittwoch seinen 74. Geburtstag. Der Kreml gab bekannt, dass Putin erst am Morgen des Geburtstags durch Medienberichte von Schröders Anwesenheit in der russischen Hauptstadt erfahren habe und ihn daraufhin zu sich nach Hause eingeladen habe. Bilder, die die enge Beziehung der beiden Männer illustrieren sollen, wurden ebenfalls veröffentlicht.

Kurz vor der Geburtstagsfeier war Schröder in Moskau auch im Rahmen seiner neuen beruflichen Tätigkeit gesichtet worden. Er wurde in den Aufsichtsrat des russischen Ablegers der deutschen Supermarktkette Globus berufen und besuchte eine Filiale in der russischen Hauptstadt. Dort wurde er von den Mitarbeitern mit Applaus empfangen und hielt eine kurze Ansprache auf Deutsch, die von einer Übersetzerin übertragen wurde.

Gerhard Schröder, der von 1998 bis 2005 Bundeskanzler war, steht seit Jahren wegen seiner engen Verbindungen zu Russland und insbesondere zu Wladimir Putin in der Kritik. Nach seiner Amtszeit übernahm er verschiedene Positionen in russischen Staatskonzernen. Auch seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hat Schröder mehrere Treffen mit Putin abgehalten.

Zentrale Punkte

  • Altkanzler Gerhard Schröder hat nach Angaben des Kremls an Wladimir Putins Geburtstagsfeier in Moskau teilgenommen.
  • Der Kreml bestätigte, dass Putin Schröder spontan zu sich nach Hause eingeladen habe.
  • Schröder war kurz zuvor in Moskau auch wegen seiner neuen Aufsichtsratstätigkeit bei Globus Russland in Erscheinung getreten.

Warum das wichtig ist

Die Nachricht von Schröders Anwesenheit bei Putins Geburtstagsfeier unterstreicht die anhaltend engen persönlichen und politischen Beziehungen zwischen dem Altkanzler und dem russischen Präsidenten. Dies geschieht zu einer Zeit, in der die internationale Gemeinschaft Russland wegen des Angriffskriegs gegen die Ukraine scharf kritisiert und Sanktionen verhängt hat. Schröders fortgesetzte Nähe zu Putin und seine beruflichen Verflechtungen mit russischen Staatsunternehmen stoßen daher auf breite Kritik und werfen Fragen hinsichtlich seiner Rolle und seines Einflusses auf. Die Tatsache, dass der Kreml die Einladung Schröders öffentlich macht, deutet auf eine bewusste Inszenierung der Verbundenheit hin.