Wichtige Entwicklungen

Der Aufsichtsrat von Eintracht Frankfurt hat dem Wunsch von Sportvorstand Markus Krösche nach einer sofortigen Freistellung in einer außerordentlichen Sitzung entsprochen. Der 46-Jährige leitete das sportliche Ressort seit Mitte 2021 und führte die Hessen unter anderem im Mai 2022 zum Gewinn der UEFA Europa League. Sein ursprünglich bis Sommer 2028 laufender Kontrakt bleibt in angepasster Form bestehen. Krösche wechselt vorerst nicht direkt zu einem anderen Club; ein im vergangenen Juni diskutierter Wechsel zur AC Mailand war nicht zustande gekommen.

Die Verantwortung für den Sportbereich übernimmt übergangsweise Axel Hellmann. Hellmann rückt zugleich vom Vorstandssprecher zum Vorstandsvorsitzenden auf. Die langfristige Neubesetzung des Sportvorstands soll laut Vereinsangaben in den kommenden Wochen geregelt werden. Eintracht-Präsident Mathias Beck erklärte, die Verantwortlichen hätten Krösches Wunsch nach einer Veränderung vor dem Hintergrund der sportlichen Ambitionen des Bundesligisten respektiert.

Zentrale Punkte

  • Sofortige Freistellung auf eigenen Wunsch: Markus Krösche beendet seine Tätigkeit nach über fünf Jahren, der Vertrag bis 2028 bleibt angepasst gültig.
  • Interne Nachfolgeregelung: Axel Hellmann übernimmt die Aufgaben kommissarisch und steigt zum Vorstandsvorsitzenden auf.
  • Erfolgreiche Transferhistorie: In Krösches Amtszeit fielen neben dem Europapokalsieg lukrative Spielerverkäufe wie die von Omar Marmoush, Hugo Ekitiké und Randal Kolo Muani.

Warum das wichtig ist

Der Abgang von Markus Krösche markiert das Ende einer der erfolgreichsten Epochen der jüngeren Vereinsgeschichte. Unter seiner sportlichen Führung etablierte sich Eintracht Frankfurt im Spitzenfeld und erzielte enorme Transfererlöse – darunter der Verkauf von Omar Marmoush an Manchester City für 75 Millionen Euro sowie der Abgang von Hugo Ekitiké zum FC Liverpool für knapp 100 Millionen Euro.

Gleichzeitig steht die Eintracht nun vor einem tiefgreifenden personellen Umbruch. Nach einer unbefriedigenden Bundesliga-Saison und dem vorangegangenen Trainerwechsel von Albert Riera zu Adi Hütter muss die Clubführung nun auch die sportliche Gesamtleitung neu strukturieren, um den eigenen hohen Ambitionen gerecht zu werden.