Wichtige Entwicklungen
Die Abholzung im brasilianischen Amazonasgebiet hat einen historischen Tiefstand erreicht. Zwischen August 2025 und Juli 2026 wurden 3335 Quadratkilometer Wald gerodet. Dies ist der niedrigste Wert seit Beginn der systematischen Erfassung im Jahr 1988. Im Vergleich zum Vorjahr, als 5731 Quadratkilometer Wald vernichtet wurden, bedeutet dies einen Rückgang von fast 42 Prozent.
Brasiliens Umweltminister Joãoo Paulo Capobianco zeigte sich begeistert und sprach von einem "absolut astronomischen Rückgang, es ist wie ein Traum". Diese positive Entwicklung wird maßgeblich der Politik von Präsident Luiz Inácio Lula da Silva zugeschrieben, der den Schutz des Amazonas zu einem zentralen Anliegen seiner Regierung gemacht hat. Lula strebt im Oktober seine Wiederwahl an und tritt gegen Flávio Bolsonaro, den Sohn seines rechtsradikalen Vorgängers Jair Bolsonaro, an. Unter Bolsonaros Präsidentschaft war die Abholzung im Amazonasgebiet stark angestiegen und erreichte 2022 mit 12.500 Quadratkilometern einen Höchststand.
Auch in der Cerrado-Savanne Brasiliens wurde weniger Vegetationsfläche vernichtet. Hier lag der Wert bei 5517 Quadratkilometern, was einem Rückgang von 24 Prozent gegenüber den zwölf Monaten zuvor entspricht. Die Daten zur Abholzung werden mithilfe von Satelliten erhoben und vom brasilianischen Institut für Weltraumforschung (Inpe) veröffentlicht. Bereits im August 2026 hatten Behörden einen historischen Tiefstand gemeldet, der jedoch auf einem anderen, primär informativen Programm basierte.
Zentrale Punkte
- Die Regenwaldabholzung in Brasiliens Amazonasgebiet ist auf dem niedrigsten Stand seit 1988.
- Zwischen August 2025 und Juli 2026 wurden 3335 Quadratkilometer Wald gerodet, ein Rückgang von fast 42 Prozent im Vorjahresvergleich.
- Umweltminister Joãoo Paulo Capobianco bezeichnete den Rückgang als "astronomisch", was auf erfolgreiche Schutzbemühungen unter Präsident Lula da Silva hindeutet.
Warum das wichtig ist
Der Schutz des Amazonas ist von entscheidender Bedeutung im globalen Kampf gegen den Klimawandel. Der Amazonas-Regenwald, der größte tropische Regenwald der Welt, spielt eine Schlüsselrolle bei der Aufnahme von Treibhausgasen, die die globale Erwärmung verursachen. Brasilien beherbergt etwa 60 Prozent des Amazonasgebiets. Die Reduzierung der Abholzung trägt somit direkt zur Minderung des Klimawandels bei. Präsident Lulas Ziel ist es, die Abholzung bis 2030 vollständig zu stoppen.

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