Wichtige Entwicklungen

Der US-Geheimdienst CIA hat anlässlich des 25. Jahrestags der Terroranschläge vom 11. September 2001 insgesamt 70 zuvor geheim gehaltene Berichte aus den drei Jahren vor den Attentaten veröffentlicht. Die Dokumente waren damals an die US-Präsidenten Bill Clinton und George W. Bush übermittelt worden. Sie verdeutlichen erneut, dass US-Agenten schon Jahre vor den verheerenden Anschlägen wiederholt vor dem Terrornetzwerk Al-Kaida und dessen Anführer Osama bin Laden gewarnt hatten.

Bereits in einem Bericht an Bill Clinton vom 10. September 1998 hieß es, Al-Kaida könnte ein mit Sprengstoff beladenes Flugzeug in eine US-Stadt steuern. Wenige Monate später, am 4. Dezember 1998, informierte ein weiterer Bericht darüber, dass Bin Laden und seine Verbündeten Anschläge in den Vereinigten Staaten vorbereiteten, darunter explizit die Entführung eines Flugzeugs. Die CIA betonte bei der Freigabe allerdings, dass die damaligen Erkenntnisse spärlich, vage und unvollständig gewesen seien. Zum Schutz von Informanten sind Teile der nun publik gemachten Akten geschwärzt.

Zentrale Punkte

  • 70 Geheimberichte freigegeben: Die CIA stellte Dokumente aus den Jahren 1998 bis 2001 öffentlich bereit, die an Bill Clinton und George W. Bush gerichtet waren.
  • Konkrete Warnungen vor Flugzeugen: Schon 1998 warnten Agenten vor Flugzeugentführungen und möglichen Angriffen auf US-Städte.
  • Forderungen von Hinterbliebenen: Während der Gedenkfeiern für die 2.977 Opfer forderten Angehörige US-Präsident Donald Trump auf, mögliche Verbindungen nach Saudi-Arabien weiter aufzuklären.

Warum das wichtig ist

Am 11. September 2001 kaperten Al-Kaida-Terroristen vier Passagierflugzeuge. Zwei Maschinen trafen das World Trade Center in New York, eine stürzte in das Pentagon bei Washington, und eine vierte Maschine zerschellte nach Gegenwehr der Passagiere in Pennsylvania auf einem Feld. Bei den Terroranschlägen starben insgesamt 2.977 Menschen.

Bereits im Jahr 2004 hatte eine von George W. Bush eingesetzte Untersuchungskommission gravierende Versäumnisse der CIA festgestellt, insbesondere bei der Weitergabe von Hinweisen über Verdächtige an die Bundespolizei FBI. Die neuen Freigaben rücken nun erneut die Frage nach der behördlichen Vorwarnung in den Blick. Zeitgleich nutzten Angehörige der Opfer Gedenkveranstaltungen in New York, um sich direkt an Präsident Donald Trump zu wenden. Sie verlangen die Offenlegung weiterer Unterlagen und erneute Untersuchungen zu mutmaßlichen Verbindungen nach Saudi-Arabien. Riad bestreitet jegliche Beteiligung, und offizielle Untersuchungen lieferten hierfür bislang keine Beweise.